Mᴰpowerment

Mᴰpowerment ist ein vom Familienhaus Magdeburg. entwickelter sozial-pädagogischer Ansatz zur Aktivierung von Familien und Steigerung der „Sozialen Selbstorganisation“ in 6 Stufen. Ausgangspunkt ist das Bsp. einer Familie, i.d.R. Alleinerziehende, ohne vertiefte Sozialkontakte und mit der Tendenz der Vereinsamung. Wege werden nur noch – wenn unbedingt nötig beschritten. Kinderbegleitung wird vermieden...
 

 

 

 



Mᴰpowerment reagiert mit Aktivierungsansätzen:
 

  • Spielplatzbesuch (begleitet)
  • Elternfrühstück
  • family action
  • family on tour
  • family-bush-camp
  • Soziale Selbstorganisation

 

 

 

      

Unter dem Namen Mᴰpowerment entwickelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienhaus Magdeburg ein sechsstufiges Modell zum Empowerment von Familien, die sich in ihre vier Wände zurückgezogen haben.

 

„Es gilt, Familien vom Fernseher in der Neubauwohnung weg und wieder in die Welt zu bringen“, so Marina Wölk, Geschäftsführerin des Familienhaus Magdeburg. „Viele Familien bewegen sich bestens zwischen ihrer Wohnung, der Kindereinrichtung und dem Supermarkt. Irgendwo in diesem Bermuda-Dreieck geht die meiste Initiative verloren“, so Thorsten Giefers, der 2. Geschäftsführer im Familienhaus Magdeburg.

 

„Häufig treffen wir im  Rahmen der Familienhilfe auf Familien, die sich nicht mehr raus trauen. Die Eltern, in der Regel allein erziehende Mütter, wagen sich gerade noch mit den Vorschulkindern zur Kita. Für einen eigenständigen Spielnachmittag mit den Kindern und anderen Familien reichen die Energie und der Mut nach Jahren der Langzeitarbeitslosigkeit und vielen vermeintlichen Versagenserlebnissen nicht mehr“, so Marina Wölk, „die Kinder werden vor dem Fernseher oder PC abgestellt. Die Familie verliert zusehends den Kontakt zur Außenwelt. Lethargie macht sich breit. Kita-Tage und Schulbesuche fallen aus.“ Von dieser Situationsanalyse ausgehend, versucht das Team des Familienhaus Magdeburg. in sechs Stufen, betroffene Familien wieder ins soziale Leben zurück zuführen.

 

In ersten Schritten wird dabei in Begleitung von Familienhelfern das eigene örtliche Umfeld wieder erschlossen. Angeleitete Spiel-Nachmittage auf dem Spielplatz sollen als erste Stufe helfen, neues Vertrauen in das Verhalten der  Kinder und in die Sicherheit der Umwelt zu schaffen.

 

Ein zweiter Schritt ist das zuerst unterstützte, später allein aufgesuchte Elternfrühstück. Dabei handelt es sich um ein monatlich am selben Ort stattfindendes niederschwelliges Bildungsangebot für die Mütter und Väter. Für viele Mütter ist das meist der erste Kontakt in einer größeren Gruppe seit der Schulzeit. Parallel hierzu werden zudem Fähigkeiten gefördert, die Grundlage zur Mobilität sind. „Häufig erleben wir große Unkenntnis im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles wird als verwirrend wahrgenommen, aber ohne diese Kenntnisse ist ein Bewegen in einer Großstadt nicht möglich“, so Familienhelfer Giefers.

 

Mit diesen Erfahrungen ausgestattet, treffen sich die betreuten Familien in der dritten Stufe monatlich zum gemeinsamen Ausflug irgendwo in der Stadt. Wichtig ist dem Team bei der Auswahl der Ziele vor allem das Erschließen neuer Lebenswelten, wie Parks, Wälder oder kostenlose Badeplätze. Im Vordergrund dieser family action steht hierbei die Nachmachbarkeit, d.h. im Wesentlichen: Alle Angebote müssen in Folge für Familien selbst leist- und finanzierbar sein (Stichworte: niederschwellig erreichbar und Hartz IV-fähig).

 

Dies trifft mit Abstrichen auch auf das einmal im Quartal stattfindende family on tour zu. Gemeinsam mit den Familien wird in dieser vierten Stufe ein Reiseziel festgelegt und vorbereitet. Im Rahmen einer mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführten Tagestour mit  Eltern und ihren Kindern wird die zunehmende Belastbarkeit in (Alltags-)Stresssituationen erprobt. Zudem ist es häufig für alle Familienmitglieder der erste gemeinsame Ausflug außerhalb der Stadt oder gar des Stadtviertels. Familienhelfer Giefers dazu: „Über solch ein Angebot schafft man es sogar, Familien an Institutionen wie den Reichstag heranzuführen – und Menschen, die noch nie wählen waren, sind stolz, dass sich ein Mitarbeiter des Parlaments eine Stunde Zeit gerade für sie nahm.“

 

In der vorletzten Stufe steht ein gemeinsames family-bush-camp. Mit einfachsten Mitteln gestaltet das Team des ambulanten Erziehungshilfeträgers aus Magdeburg ein Camp quasi auf der grünen Wiese. Eine Woche wohnen in einfacher Zelt-Ausrüstung, zeigen den Familien „einen Hauch vom Überleben außerhalb ihrer Platte“, so Marina Wölk. Gemeinsam wird das Camp-Leben organisiert und das Leben ohne Fernseher und täglich 24-Std-Kinderzeit im „Land-Leben-Setting“ für Tage erprobt.

 

In der letzten und sechsten Stufe der sozialen Eigeninitiative werden die Eltern dabei unterstützt, die neu gewonnene Vertrautheit zu anderen Familien, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation       

 


Weitere Informationen zum Mᴰpowerment finden Sie in folgenden Fachartikeln:
DFV-Magazin 2008
AFET-Kongress-Reader 2010

Sachbericht "family-bush-camp" 2011
 

 

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